Trittst im Strahlenmeer daher,
hilft dir auch kein Beten mehr

Wenn es in der Schweiz zum GAU kommt, werden die Folgen verheerend sein. Weil die Meiler im dicht besiedelten Gebiet stehen, lassen sich Tote, Invalide und ein wirtschaftlicher Zusammenbruch nicht vermeiden. Das Mittelland wird teilweise unbewohnbar. Das Bundesamt für Zivilschutz erwartete 1995 Schäden von 4200 Milliarden Franken – zehnmal das Bruttosozialprodukt der Schweiz. Davon ist gerade einmal eine Milliarde gedeckt.
Deshalb: Kostenwahrheit auch bei der AKW-Versicherung.
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Freitag, den 24. Oktober 2008 um 15:09 Uhr

Warum das Thema Atomenergie?

Die Klimadebatte ist heiss. Endlich scheint die Tatsache, dass wir nur einen Planeten haben, dass unsere Rohstoffe begrenzt sind und wir nicht von Müll leben können auch in die letzten trägen Köpfe gesickert zu sein.
Al Gores „Inconvenient Truth“ hat dazu sicherlich seinen Beitrag geleistet, genau wie der ständige Einsatz der Umweltorganisationen.
Klimawandel
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Nicht zuletzt aber können wir die Häufung von Katastrophen wie Überschwemmungen, Bergstürzen oder Hurrikans einfach nicht mehr länger ignorieren.
Warum also nutzen die Jungen Grünen für ihren Wahlkampf nicht dieses Thema?
Wir sind der Meinung, es gibt mittlerweile genügend bürgerliche Politiker, die den Klimawandel entdeckt haben und für sich propagieren – wir nehmen sie beim Wort in der Erwartung baldiger Erfolge. Schliesslich verfügen die Bürgerlichen über die Mehrheit in den Räten, die Umsetzung griffiger Massnahmen dürfte für sie also ein Leichtes sein.
AKW-Problematik
 
Um zwischenzeitlich nicht untätig zu sein, nehmen wir uns den AKW's an. Stiefmütterlich wurden sie die letzten Jahre ignoriert, als notwendiges Übel geduldet. Jetzt aber soll die Popularität der CO2-Problematik missbraucht werden, um uns unter dem Deckmantel von Ökologie Problemfälle unterzujubeln, mit denen nicht nur wir, sondern noch Generationen nach uns zu kämpfen haben.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Wir von den Jungen Grünen sind dagegen. Wir sagen dazu NEIN. Dürfen wir das? Sind wir Grünen nicht ohnehin die ewigen Verhinderer und Nein-Sager? Brauchen wir nicht zumindest eine handvoll guter Alternativen? Ich denke nicht. Es gibt Momente, da sollten wir den Mut haben NEIN zu sagen, ohne Alternative, bedingungslos. Nein-Sagen und uns erst mal Zeit nehmen zum Nachdenken.
Konkret heisst das, Einsparungen zu machen, um die (von AKW-Seite hochstilisierte) Stromlücke abzuwenden. Einsparungen einerseits durch alternative Quellen und effizientere Technologien, Einsparungen aber auch im Sinne von Verzicht; unser Planet erträgt nun mal nicht, wenn alle Menschen nach westeuropäischem Lebensstandard Energie verschleudern.
Energie sparen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Verzicht ist zwar nicht unbedingt angenehm, aber auf jeden Fall besser, als das, was uns die Atomlobby bieten kann. Denn, die Atomenergie ist eben nicht nachhaltig, das heisst, der entsprechende Rohstoff ist begrenzt. Planen und bauen nicht nur wir Schweizer während der nächsten zehn oder zwanzig Jahre neue Atommeiler, dann ist davon auszugehen, dass diese noch vor einer knapp bemessenen Laufzeit stillgelegt werden müssen, einfach weil es kein Uran mehr gibt. Wollen wir uns tatsächlich auf eine solch unzuverlässige zukunftslose Technologie einlassen, und uns dadurch erst noch in stärkstem Masse vom Ausland abhängig machen (denn die Schweiz verfügt weder über Uranvorkommen noch über Aufbereitungsanlagen)?
Ausweg?
 
Zugegeben, diese Überlegungen sind egoistischer Natur, dürften doch die meisten von uns die Folgen noch am eigenen Leib zu spüren bekommen. Ganz anders die Abfallproblematik. Ob wir nun ein Endlager bauen oder unseren Müll andersweitig lagern – aus der Welt schaffen können wir ihn nicht. Damit belasten wir Generationen von Menschen nach uns. Nicht nur gesundheitlich sondern in hohem Mass auch wirtschaftlich, wenn wir an teure künftige Sanierungen (wie aktuell bei der Sondermülldeponie in Kölliken) denken.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Uns Jungen wird häufig vorgeworfen, wir lebten auf Pump, und die Verschuldungsstatistik spricht eine deutliche Sprache. Aber, macht nicht ihr Alten uns das vor? Ist die Produktion von Atommüll, der noch in Tausenden von Jahren Probleme bereitet, die absolute Krönung des Leben-auf-Pump?
Daspilz ist weder Frau noch Mann, es ist einfach es. Denn, nach einem atomaren Störfall, ob gewollt als terroristischer Akt, oder inkaufgenommen aus kurzfristiger Rendite-Gier, ist unser Leben in höchstem Mass bedroht. Missbildungen und Unfruchtbarkeit sind nur einige der möglichen Folgen. Ein Risiko, dass wir nicht eingehen wollen – nicht für uns, und nicht für unsere Kinder.
Ursuppe
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Deshalb sagen wir NEIN – bedingungslos.
Macht eure Zelte bereit, stimmt eure Gitarren – es gibt einiges zu tun in den nächsten Jahren.
Daniel Steiner