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Standesinitiative zum Burkaverbot
Gegen ein Burkaverbot
Die Jungen Grünen Aargau sind gegen ein Burkaverbot, welches ausschliesslich fremdenfeindlich
motiviert ist. Stattdessen verlangen sie einen Diskriminierungsschutz, welchen allen Frauen zu Gute
kommt und Massnahmen zur Integrationsförderung von Frauen mit Migrationshintergrund.
Verbot schadet den Frauen
Dass wir gegen das von René Kunz (SD) lancierte Burkaverbot eintreten, bedeutet nicht, dass wir die
vollkommene Verhüllung und Unterdrückung von Frauen akzeptieren. Jedoch verhindert ein
Burkaverbot diese Unterdrückung keineswegs, sondern führt ausschliesslich dazu, dass die betroffenen
Frauen das Haus gar nicht mehr verlassen dürfen. Das Verbot nützt den Frauen nichts, im Gegenteil, es
schadet ihnen sogar.
Andere Massnahmen erfolgsversprechender
Viel hilfreicher als ein Burkaverbot wäre die gezielte Integrationsförderung von Frauen mit
Migrationshintergrund. Zum Beispiel durch Sprachkurse wie Mutter‐Kind‐Deutsch‐Kurse oder den
gleichberechtigten Einbezug beider Elternteile in alle Entscheidungen in der Schule.
Doppelmoral
Schweizweit wird die Anzahl Burkaträgerinnen auf fünf bis maximal 100 Personen geschätzt. Die Anzahl
Frauen, welche mit anderen Mitteln unterdrückt werden, ist um ein Vielfaches grösser. Es ist somit
äusserst befremdend, dass sich die gleichen politischen Kreise, im Namen des Frauenschutzes, gegen die
Burka engagieren, sich aber sonst nicht für die Frauenförderung oder einen wirksamen
Diskriminierungsschutz einsetzen. Die Argumentationslinie „Frauenschutz“ wird vorgeschoben, um auf
Kosten einer Minderheit Stimmung zu machen. Nach der Minarett‐Initiative versuchen nun weite
politische Kreise auf den Anti‐Islam‐Zug aufzuspringen. Statt auf Argumente wird auf Populismus und
Panikmache gesetzt. Damit schaden sie nicht nur den Burkaträgerinnen, sondern vor allem unserer
ganzen Gesellschaft.
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